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Sammlung HUNDEWISSEN - allgemein

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7 Jahre 3 Monate her #5301 von Ina
Sammlung HUNDEWISSEN - allgemein wurde erstellt von Ina
Lasst uns hier bitte Artikel, Links und Informationen sammeln, die für uns Hundehalter interessant sein könnten.

Liebe Grüße
Ina mit Ella & Souris

... und den Beaglejungs ganz tief im Herzen



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7 Jahre 3 Monate her - 7 Jahre 3 Monate her #5302 von Ina
Die Ergebnisse dieser Studie sollten zu einer Veränderung der weit verbreiteten Empfehlung für Begrüßungen nach einer Trennungszeit Anlass geben: Ignorieren des Hundes ist ein schlechter Rat!
Ob eins eurer Schätzchen an diesem Versuch teilgenommen werden wir wahrscheinlich nicht erfahren....

www.cumcane.de

Trennungszeit - Wenn Bezugspersonen zurückkehren ...
... verändern sich nicht nur das Verhalten des Hundes, sondern auch die Werte der Hormone Oxytocin und Cortisol. Dabei spielt die Form der Wiedervereinigung von Hund und Mensch eine Rolle. In einem Versuch mit 12 Beagle (Hündinnen) testeten Therese Rehn und ihre Kollegen (Team um Uvnäs-Moberg) ob und wie das Verhalten der Menschen Verhaltensreaktionen und Hormonwerte bei den Hunden beeinflusst.
Die Hunde, auch wenn sie in einem Labor leben, haben feste Bezugspersonen. Für den Versuch werden sie mit dem Versuchsraum vertraut gemacht. Auch die Abläufe für Blutentnahme und Anwesenheit fremder Personen sind ihnen vertraut.

Zusammen mit der Bezugsperson hält sich der Hund 35 Minuten im Versuchsraum auf. Innerhalb dieser Zeit wird zweimal Blut ( nach 30 und 35 Minuten) genommen, um die basalen Hormonwerte von Oyxtocin und Cortisol bestimmen zu können. Es befindet sich noch eine weitere, aber weniger vertraute Assistenz im Raum.
Nach der letzten Blutentnahme verlässt die Bezugsperson den Versuchsraum für 25 Minuten. Die Assistenz bleibt beim Hund, ignoriert ihn aber.
Nach 25 Minuten beginnt die Phase der Rückkehr der Bezugsperson. Die Rückkehr kann von dem Hund durch eine Plexiglastür beobachtet werden. Diese Phase der Annäherung dauert 15 Sekunden. Betritt die Bezugsperson dann den Raum, in dem sich der Hund befindet, werden in 3 verschiedenen Versuchsgruppen folgende Szenarien getestet:
1. Die Bezugsperson spricht ruhig und freundlich mit dem Hund, setzt sich auf den Boden und streichelt ihn. Die Berührungen sind langsam, der Hund wird nicht wahllos "gewuschelt".
2. Die Bezugsperson spricht ruhig und freundlich mit dem Hund, berührt in aber nicht.
3. Die Bezugsperson ignoriert den Hund.
Diese Phase der Wiedervereinigung dauert 4 Minuten. Danach halten sich Hund und Bezugsperson ohne weitere Interaktion in dem Raum auf. Diese Zeit wird als Phase der Entspannung bezeichnet.
In der Phase der Wiedervereinigung werden zweimal Blutproben, in der folgenden Phase der Entspannung nochmals drei Blutproben gesammelt; die letzte 2 Stunden nach Beginn des Versuches.

Ergebnisse
1. Bereits der Anblick der zurückkehrenden Bezugsperson führt zu einem Anstieg des Oxytocin-Spiegels. Oxytocin stimuliert Verhalten zur Annäherung! Diese Annäherung kann je nach Typ der Interaktion unterschiedlich ausfallen.
2. Nur bei den Hunden, die bei der Wiedervereinigung angesprochen und angefasst wurden, hielt die Erhöhung des Oxytocin-Spiegels auch während der Entspannungsphase an. Zusätzlich wird bei diesem Typ der Interaktion auch der Cortisol-Spiegel am stärksten gesenkt. Die Hunde zeigten in der körperlichen Interaktion oft Belecken der eigenen Lippen.
3. Hunde, die verbal, aber ohne körperlichen Kontakt begrüsst werden, wedeln häufig und vokalisieren. Der Anstieg des Oxytocin ist nur kurz, und Cortisol wird nur wenig verringert.
4. Hunde, die ignoriert werden, orientieren ihr Kontaktbedürfnis zur fremden Person um. Der Anstieg des Oxytocin hält nicht lange an, und Cortisol wird nur wenig verringert.

Wiedervereinigungen mit ruhiger Aufmerksamkeit durch Worte und Berührungen haben einen anhaltenden Effekt auf die Spiegel von Oxytocin und Cortisol. Ausserdem stimulieren sie ruhiges Verhalten des Hundes. Reduzierte Aufmerksamkeit und Ignorieren des Hundes zeigen nicht diese Wirkung.

Quelle:
Therese Rehn, Linda Handlin, Kerstin Uvnäs-Moberg, Linda J. Keeling
Dogs’ endocrine and behavioural responses at reunion are affected by how the human initiates contact
Physiology & Behavior, Available online 25 October 2013

Die Ergebnisse dieser Studie sollten zu einer Veränderung der weit verbreiteten Empfehlung für Begrüßungen nach einer Trennungszeit Anlass geben: Ignorieren des Hundes ist ein schlechter Rat!

Liebe Grüße
Ina mit Ella & Souris

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7 Jahre 2 Monate her #5350 von Ina
...wieder ein interessanter Artikel, diesmal gefunden bei Rat-Hund-Tat

Streicheln und Berührungen
Innigkeit und Fürsorglichkeit


Hundefreundliche Menschen lieben es, Hunde zu streicheln. Hinzu kommt, dass viele Menschen davon ausgehen, dass Hunde es ebenso genießen, wie sie selbst. Sie fassen unaufgefordert fremde Vierbeiner an und streicheln ihnen über den Kopf. Knurrt der Hund oder schnappt ihnen in die Hand, sind sie entsetzt oder sogar verärgert.

Bedenkt der Mensch, dass Berührungen für Hunde Innigkeit und Fürsorglichkeit bedeutet und diese ausschließlich den Hundehaltern zusteht, braucht er sich nicht über ein unfreundliches Verhalten des Hundes zu wundern.

Sicherlich gibt es zahlreiche Hunde, die gleichgültig wirken, wenn sie angefasst werden. Doch ob der Schein hier trügt, kann nur der Hund entscheiden. Leider ist es in unserer Gesellschaft üblich, dass Hunde sich von Fremden berühren lassen müssen. Aus hündischer Sicht und bei allem Respekt auch aus menschlicher Sicht, kommt das einem Missbrauch des Tieres gleich. Denn Körperkontakt wie Schmusen und über den Kopf streicheln (eine Dominanzgeste) wird innerhalb einer Familie praktiziert. Und selbst hier unterliegen Streicheleinheiten Ritualen.

Ein Hund, der tief auf seiner Decke schläft, wird durch plötzliche Berührungen gestört, erschrickt und knurrt möglicherweise seine Menschen an. Legitim, denn wer wird schon gerne im Schlaf gestört? Knurren ist Bestandteil der hündischen Ausdrucksform, womit sie ihr Missfallen zu verstehen geben. Wer seinem Hund hier das Knurren verbietet, zwingt ihn sukzessive zum Betrügen. Darf er nicht knurren, muss er sein Unbehagen auf andere Weise kundtun. Als Folge könnte er beim nächsten ungewünschten oder überraschenden Körperkontakt zuschnappen. Lässt er eine Warnsequenz aus seiner Sprache aus, weil der Mensch es ihm verwehrte, handelt es sich nicht um eine Verhaltensstörung. Sich der Situation entziehen wäre zwar eine Alternative, jedoch liegt der Hund auf seinem zugewiesenen Platz, auf dem er strenggenommen zu Ruhe kommen soll.

Indes gibt es Hunde, die sich buchstäblich aufdrängen, um Streicheleinheiten zu bekommen. Da Körperberührungen eine intime Interaktion zwischen Sozialpartnern ist, müsste dieses Verhalten viel eher in die Kategorie Verhaltensstörung fallen. Doch ist es für Hundebesitzer deutlich entspannter, lässt sich sein Hund von jedermann streicheln, ohne dem Ausführenden Blessuren zu verpassen. Das abverlangende Verhalten eines Hundes, der Streicheleinheiten durch Distanzlosigkeit einfordert, ist bei weitem kein Zeichen dafür, dass der Vierbeiner dieser Person zugetan ist. Es könnte sich ebenso um eine Art benutzen oder missbrauch dieses Menschen handeln. Doch wie auch immer. In der Gesellschaft sind selbige Hunde und Halter deutlich wünschenswerter. Was macht es da schon, dass der Hund zielgerichtet fremde Menschen manipuliert?

Berühren Hundehalter ihre Hunde, sollte die körperliche Zuneigung als soziale Interaktion verstanden werden. Streicheleinheiten genießen die meisten Hunde, wenn sie von ihren eigenen Menschen, zum passenden Zeitpunkt ausgeübt werden. Das über den Kopf streicheln ist für viele Hunde keine lobende Bestätigung nach erfolgreich absolvierter Übung. Im Gegenteil! Bei der Mehrheit der Hunde sieht man, dass sie dabei den Kopf wegdrehen, sich der Berührung entziehen oder sich im Anschluss schütteln. Denn gleichgültig ob die Geste vom eigenen oder fremden Menschen ausgeführt wird, sie bleibt eine Dominanzgeste. Solange sie sich in einer Übung befinden, sind sie konzentriert und aktiv. Schmusen aber gehört auch für Hunde in die Ruhe- und Erholungsphase. Nach Beendigung einer Übungseinheit ist für viele Hunde eine Streicheleinheit durchaus eine Belohnung.

Liebe Grüße
Ina mit Ella & Souris

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7 Jahre 2 Monate her - 7 Jahre 2 Monate her #5388 von Ina
Eigentlich sind Hunde und Katzen gar nicht so unterschiedlich - genetisch gesehen sind sie sich sehr ähnlich. Hunde brauchen nämlich genau soviel Schlaf, wie Katzen. Doch Katzen ziehen sich selbstständig zum Schlafen zurück, Hunde tun dies leider oftmals nicht.

Hunde erkennen zwar das Ruhebedürfnis, doch sie bestehen nicht mehr darauf. Denn Haushunde wurden so gezüchtet, dass sie stets einsatzbereit sind.

Aber Schlaf und Ruhe sind lebenswichtig!

Auch Hunde verarbeiten im Schlaf die Geschehnisse des Tages. So haben sie nach einem anstrengenden Tag entweder einen tiefen oder einen unruhigen Schlaf. Dies ist abhängig davon, ob der Tag körperlich oder geistig anstrengend war.

Außerdem schwächt Schlafmangel das Immunsystem. Entzieht man dem Hund zu viel Schlaf, kann es passieren, dass er schwer und/oder chronisch erkrankt. Sollte der Hund ziemlich aggressiv werden, sollte man ihm Ruhe gönnen. Denn dies ist ebenfalls ein Zeichen von Schlaf- bzw. Ruhemangel.

Also, wie viel Schlaf und Ruhe braucht der Vierbeiner?

Erwachsene Hunde brauchen etwa 17 bis 20 Stunden Ruhe und Schlaf. Welpen und Senioren dagegen benötigen etwas mehr: 20 bis 22 Stunden.
Dazu zählt natürlich auch das gemeinsame Fernseher schauen.

Quelle: www.hundeerziehung-online.com

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Ina mit Ella & Souris

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6 Jahre 6 Monate her - 6 Jahre 6 Monate her #6774 von Ina
Wer mit seinem Hund gerne unterwegs ist und seinen Hund überall hin mitnimmt, kommt nicht daran vorbei den vierbeinigen Freund auch im Auto zu transportieren. Das kann bei diesen sommerlichen Temperaturen aber schnell zur tödlichen Falle werden.

Der Hund im Backofen
Eben vom Spaziergang nach Hause fahren und auf dem Rückweg schnell noch ein paar Einkäufe erledigen. Man parkt das Auto im Schatten und lässt den Hund kurz zurück während man schnell eine Hand voll Besorgungen für das Abendessen macht. So beginnt für viele Hunde ein dramatischer Kampf ums Überleben, denn immer noch werden die Temperaturen in geschlossenen Autos von vielen Hundehaltern unterschätzt.
Auch wenn die Fenster einen Spalt breit geöffnet sind, steigen die Temperaturen im geparkten Auto innerhalb von wenigen Minuten rapide an.
Immer wieder liest man deswegen von traurigen Todesfällen bei Hunden, die im Auto zurückgelassen wurden.
Diese Grafik, soll verdeutlichen, wie schnell die Hitze in einem geschlossenen Auto schon bei moderaten Außentemperaturen ansteigen kann.

Hier die Tabelle: Temperaturen

Diese Tabelle verdeutlicht eindringlich warum Hunde nicht ins Auto gehören!
Schon bei angenehmen 26° steigt die Temperatur im Auto innerhalb von 30 Minuten auf einen Wert, der das Leben des Hundes akut in Gefahr bringt, denn ab 43°C denaturiert das Eiweiß im Körper und der Hund stirbt.

Darf ich eine Scheibe einschlagen, wenn ich einen Hund im Auto sehe?
Grundsätzlich fällt das Einschlagen von Autoscheiben unter Sachbeschädigung und ist somit in Deutschland strafbar.
Ist allerdings Gefahr in Verzug, gelten andere Regeln.
Wer einen Hund bei diesen Temperaturen in einem geschlossenen Auto antrifft, sollte nicht sofort in Panik geraten, sondern sich ansehen wie es dem Hund geht. Macht der Hund einen zufriedenen Eindruck, oder hechelt er stark? Hört man vielleicht die Klimaanlage des Autos und das Auto wird gekühlt?
Wenn man feststellt, dass der Hund tatsächlich stark hechelt, sich aber nicht in akuter Lebensgefahr befindet sollte man zuerst versuchen den Besitzer ausfindig zu machen, ihn also beispielsweise über sein Kennzeichen ausrufen lassen und die Situation weiter beobachten.
Wenn akute Gefahr für den Hund droht, sollte man über weitere Schritte nachdenken. Wer einen Hund in lebensbedrohlichem Zustand in einem Auto vorfindet sollte unbedingt die Polizei informieren, bevor er Hand an ein fremdes Fahrzeug legt und mit der Polizei das weitere Vorgehen besprechen. Denn nur die Polizei ist im Regelfall berechtigt fremde Autos gewaltsam, durch öffnen der Türen oder einschlagen der Scheibe zu öffnen.
Sollte das Eintreffen der Polizei zu lange dauern, bleibt die Frage ob man die Scheibe einschlägt um den Hund zu retten. Dabei begeht man vorsätzliche Sachbeschädigung und man sollte wissen, dass diese von den meisten Haftpflichtversicherungen explizit ausgeschlossen ist. Verlassen Sie sich also nicht darauf, dass ihre Versicherung den Schaden im Zweifel übernimmt.
Dennoch ist man rechtlich auf der sicheren Seite wenn eine eindeutige Notsituation besteht und der Schaden am Tier nicht anders abgewendet werden kann. Geschieht die Tat im Interesse des Tierhalters, liegt hierfür der Rechtfertigungsgrund des sog. Handelns mit mutmaßlicher Einwilligung des Verletzten vor, die als Geschäftsführung ohne Auftrag (Art. 419ff. OR) rechtmäßig ist.
Um das zu belegen, sollte man sich nach Möglichkeit zeugen suchen, die die Notsituation beim eintreffen der Polizei bestätigen können, oder Fotos / Video der Situation mit dem heute allgegenwärtigen Smartphone machen, bevor man die Scheibe einschlägt. Wichtig hierbei ist zu beachten, dass der Schaden am Auto möglichst gering gehalten werden muss.

Was tue ich, wenn ich den Hund befreit habe?
Den Tierarzt anrufen.
Zuerst muss der Hund gekühlt werden. Fell und Pfoten müssen mit kühlem Wasser benetzt werden und der Hund dringend in den Schatten verbracht werden. Bieten Sie dem Hund etwas zu trinken an, falls er nicht selbstständig trinkt, kann auch die Zunge mit Wasser benetzt werden.
Wichtig: Den Hund keinesfalls mit einem Eimer kalten Wasser übergießen!

Quelle: INet hundezeitung.de

Liebe Grüße
Ina mit Ella & Souris

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6 Jahre 3 Monate her #7112 von Ina
Tipps für den Herbst - Was Hund und Halter glücklich macht

Es ist wieder soweit: Die Bäume verlieren ihre Blätter, die Tage werden kürzer und von Tag zu Tag sinkt die Temperatur. Der Herbst ist da!
Damit auch Du nicht unwissend in diese wundervolle Jahreszeit starten musst, haben wir wertvolle Tipps um Dich und deinen Liebling bestens vorzubereiten.

Nicht zu Hause verkriechen
Manchmal fällt es einfach schwer sich von dem warmen und kuscheligen Sofa aufzuraffen, der alltägliche Spaziergang versinkt im Alltagstrott und eigentlich hat man gar keine Lust vor die Tür zu gehen. Bringe Abwechslung in die tägliche Gassi-Runde, bei der der Vierbeiner und Halter gleichermaßen motiviert und gefordert werden.
Hunde lieben es ihren Geruchssinn in der Natur zu einzusetzen. Bei Suchspielen kann dieser sogar noch weiter ausgeprägt werden. Ebenso kannst Du Baumstämme als Hindernisse eines Parcours verwenden, über welche dein Hund balancieren oder springen kann. Aber Vorsicht, bitte achte immer auf deinen Hund und überfordere ihn nicht, denn es muss immer der Alters- und Gesundheitszustand berücksichtigt werden.


Nicht nur wir Menschen frieren bei Kälte und Regen

Nach einem langen Spaziergang im nasskalten Herbstwetter frierst nicht nur Du!
Vor allem Hunde ohne Unterfell werden wirklich „nass bis auf die Haut“. Hier muss besonders viel Zeit zum Abtrocknen eingeplant werden, wobei auch ein Fön verwendet werden kann.

Achte auf ein eventuelles Zittern deines Hundes, denn dies ist ein deutlicher Hinweis auf eine Unterkühlung. Der Körper versucht durch schnelle Muskelkontraktionen selbstständig Wärme zu erzeugen, um das Problem somit zu beseitigen. Vor allem leichtgewichtige oder alte Hunde leiden sehr unter diesem Problem. Um sie hier zu unterstützen, ist in manchen Fällen der Einsatz von Hundebekleidung ratsam, da die Hunde somit zusätzlich vor der Kälte und Nässe geschützt sind.Ein Hundepullover oder Regenmantel bewahrt deinen Vierbeiner vor Erkältungen und Blasenentzündungen und hält ihn zudem warm.

Sicherheit muss gewährleistet sein

Mit der kälteren Jahreszeit kommen auch die kürzeren Tage und es kommt häufiger vor, dass Du mit deinem Vierbeiner die tägliche Gassi-Runde im Dunkeln drehen musst.
Um Dich und andere zu schützen, sollte eine Schutzausrüstung sowohl bei Dir als auch deinem Hund, nicht fehlen.
Im Handel besteht eine riesige Auswahl, bei der Du die für Dich perfekte Methode auswählen kannst.Leuchtende oder blinkende Halsbänder eigenen sich besonders für kurzhaarige Rassen oder Mischlingshunde, da ein langes Fell das Halsband verdecken würde. Leuchtende Anhänger haben fast den gleichen Effekt, nur werden jene an dem eigenen Halsband befestigt. Bestenfalls mehrere um den Hund garantiert von allen Seiten sehen zu können.

Reflektierende Halsbänder, Halstücher und Hundegeschirre und -westen sind ebenfalls sichere Schutzmaßnahmen für die Dunkelheit. Auch diese sorgen für eine bessere Erkennbarkeit und sollten somit von Hund und Halter getragen werden. Der große Vorteil: Es werden keinerlei Batterien oder Akkus benötigt, sodass die Funktion immer gewährleistet ist!
Mit diesen Tipps steht einem wunderschönen und farbenprächtigen Herbst nichts mehr im Wege, denn wer möchte schon all das verpassen, nur wegen einer blöden Erkältung?

Liebe Grüße
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6 Jahre 3 Monate her - 6 Jahre 3 Monate her #7113 von Ina
Tipps für den Herbst - Was Hund und Halter glücklich macht

Es ist wieder soweit: Die Bäume verlieren ihre Blätter, die Tage werden kürzer und von Tag zu Tag sinkt die Temperatur. Der Herbst ist da!
Damit auch Du nicht unwissend in diese wundervolle Jahreszeit starten musst, haben wir wertvolle Tipps um Dich und deinen Liebling bestens vorzubereiten.

Nicht zu Hause verkriechen
Manchmal fällt es einfach schwer sich von dem warmen und kuscheligen Sofa aufzuraffen, der alltägliche Spaziergang versinkt im Alltagstrott und eigentlich hat man gar keine Lust vor die Tür zu gehen. Bringe Abwechslung in die tägliche Gassi-Runde, bei der der Vierbeiner und Halter gleichermaßen motiviert und gefordert werden.
Hunde lieben es ihren Geruchssinn in der Natur zu einzusetzen. Bei Suchspielen kann dieser sogar noch weiter ausgeprägt werden. Ebenso kannst Du Baumstämme als Hindernisse eines Parcours verwenden, über welche dein Hund balancieren oder springen kann. Aber Vorsicht, bitte achte immer auf deinen Hund und überfordere ihn nicht, denn es muss immer der Alters- und Gesundheitszustand berücksichtigt werden.


Nicht nur wir Menschen frieren bei Kälte und Regen

Nach einem langen Spaziergang im nasskalten Herbstwetter frierst nicht nur Du!
Vor allem Hunde ohne Unterfell werden wirklich „nass bis auf die Haut“. Hier muss besonders viel Zeit zum Abtrocknen eingeplant werden, wobei auch ein Fön verwendet werden kann.

Achte auf ein eventuelles Zittern deines Hundes, denn dies ist ein deutlicher Hinweis auf eine Unterkühlung. Der Körper versucht durch schnelle Muskelkontraktionen selbstständig Wärme zu erzeugen, um das Problem somit zu beseitigen. Vor allem leichtgewichtige oder alte Hunde leiden sehr unter diesem Problem. Um sie hier zu unterstützen, ist in manchen Fällen der Einsatz von Hundebekleidung ratsam, da die Hunde somit zusätzlich vor der Kälte und Nässe geschützt sind.Ein Hundepullover oder Regenmantel bewahrt deinen Vierbeiner vor Erkältungen und Blasenentzündungen und hält ihn zudem warm.

Sicherheit muss gewährleistet sein

Mit der kälteren Jahreszeit kommen auch die kürzeren Tage und es kommt häufiger vor, dass Du mit deinem Vierbeiner die tägliche Gassi-Runde im Dunkeln drehen musst.
Um Dich und andere zu schützen, sollte eine Schutzausrüstung sowohl bei Dir als auch deinem Hund, nicht fehlen.
Im Handel besteht eine riesige Auswahl, bei der Du die für Dich perfekte Methode auswählen kannst.Leuchtende oder blinkende Halsbänder eigenen sich besonders für kurzhaarige Rassen oder Mischlingshunde, da ein langes Fell das Halsband verdecken würde. Leuchtende Anhänger haben fast den gleichen Effekt, nur werden jene an dem eigenen Halsband befestigt. Bestenfalls mehrere um den Hund garantiert von allen Seiten sehen zu können.

Reflektierende Halsbänder, Halstücher und Hundegeschirre und -westen sind ebenfalls sichere Schutzmaßnahmen für die Dunkelheit. Auch diese sorgen für eine bessere Erkennbarkeit und sollten somit von Hund und Halter getragen werden. Der große Vorteil: Es werden keinerlei Batterien oder Akkus benötigt, sodass die Funktion immer gewährleistet ist!
Mit diesen Tipps steht einem wunderschönen und farbenprächtigen Herbst nichts mehr im Wege, denn wer möchte schon all das verpassen, nur wegen einer blöden Erkältung?

Anregungen gefunden bei dogSpot

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5 Jahre 10 Monate her #7524 von Ina
Bewegung – In bester Absicht und doch zu viel?
von Tierarzt Ralph Rückert

Für so manchen Hundehalter ist es ein feststehender Glaubenssatz, dass man Hunde richtig auslasten müsse, ihnen sozusagen Action ohne Ende bieten sollte. Agility, Obedience, Dog-Dancing, Man-Trailing, Longieren – der Angebote gibt es viele und sie werden auch zunehmend wahrgenommen.
Doch ist das alles wirklich so gut für den Hund? Tierarzt Ralph Rückert geht dieser Frage nach.

Von Kindesbeinen an ist der Hund eingebunden: Welpengarten, Junghundetraining, Fortgeschrittenenkurs. Der moderne und verantwortungsbewusste Hundehalter ist bestens informiert, hat eine ganze Bibliothek an Fachliteratur und ist in diversen Internetforen aktiv. Kurz: Man – und da nehme ich mich nicht aus – will das Beste für seinen Hund! Schließlich gilt der Satz: Für uns sind es nur ein paar Jahre, für ihn sein ganzes Leben. Aber: Schießen wir eventuell über das Ziel hinaus? Kann man auch zu viel machen?

Bespaßung ist Programm?
Auch wir Tierärzte empfehlen seit Jahren, möglichst viel Mühe und Zeit in den Hund zu investieren. Wir waren maßgeblich daran beteiligt, das Welpengarten-Konzept im öffentlichen Bewusstsein zu etablieren. Auch wir haben brav anerkannten und selbsternannten Verhaltensspezialisten nachgeplappert, dass es ganz sicher ein übles Ende nehmen würde, wenn beispielsweise ein Border Collie nicht von morgens bis abends voll ausgelastet und gefordert wird. Sogenannte Hundeflüsterer wie Cesar Millan fordern stundenlange Spaziergänge (oder sollte ich sagen: Märsche?) in flottem Tempo mit dem angeleinten Hund. Eine ganze Industrie beschäftigt sich inzwischen mit der Erziehung, der artgerechten Beschäftigung und Bespaßung unserer Hunde.
Im Gegenzug, sozusagen als Rendite aus unserer Investition, erwarten wir von unserem Hund nichts weniger als Perfektion. Fröhlich, verspielt, gar ausgelassen soll er sein, aber bitte nur wann und wo es uns und der Gesellschaft recht ist und in den Kram passt. Selbstbewusst und selbständig soll er sein, gleichzeitig aber sklavisch jeden noch so kleinen unserer Befehle befolgen. Perfekt sozialisiert hat er nach unseren ganzen Bemühungen zu sein, der ideale Pazifist, denn wenn er auch nur einmal einen Artgenossen anknurrt, geschweige denn ihn gar beißt, wird er flugs zum soziopathischen Problemhund erklärt, der nur durch umfangreiche Therapiemaßnahmen auf den Pfad der Tugend zurück gebracht werden kann.

Gehen wir eventuell zu weit? Verlangen wir zu viel? Kann es sein, dass wir mit den besten Absichten an den echten Bedürfnissen unserer Hunde vorbei handeln?
Es ist nämlich leider so, dass ich ganz subjektiv das Gefühl habe, in meiner Praxis in den letzten Jahren nicht weniger, sondern eher mehr Hunde mit psychischen Problemen zu sehen. Gerade Stress- und Angststörungen scheinen deutlich zuzunehmen, und das ausgerechnet bei den Hunden, wo auf den ersten Blick alles richtig gemacht worden ist.

Es mag also an der Zeit sein, unsere Vorstellungen von dem, was unser Hund will bzw. braucht, auf den Prüfstand zu stellen.
Diesbezüglich als hilfreich könnte sich erweisen, dass die Kanidenforschung in den letzten Jahren ihren Blick vermehrt auf das Verhalten und die Sozialstrukturen von Straßenhunden gerichtet hat. Was ist dabei herausgefunden worden? Nun, in erster Linie, dass Hunde, die selbstbestimmt leben, über den Tag gesehen gar nicht besonders viel unternehmen und energieraubenden Anstrengungen eher abhold sind. Klar, bestimmte Dinge müssen sein, als da wären:
  • Das Revier muss täglich abgeschritten werden, um die Kontrolle über Futterquellen zu behalten, Konkurrenten zu identifizieren und eventuelle Gelegenheiten zur Weitergabe der eigenen Gene rechtzeitig wahrzunehmen. Dieser Reviergang findet aber keineswegs im Laufschritt statt, sondern eher gemächlich, mit sehr viel Nasenarbeit, sprich Schnüffeln.
  • Die Nahrungsversorgung muss sichergestellt werden. Es wird also einiges an Zeit für den Nahrungserwerb und die Zerkleinerung und Aufnahme der Nahrung aufgewendet.
  • Bei ausreichendem Nahrungsangebot wird auch mal kurz gespielt, je jünger die Tiere, desto eher.
  • Soziale Interaktionen mit anderen Hunden sind gar nicht so häufig wie man denken würde. Andere Hunde können als Konkurrenten (häufig), potenzielle Sexualpartner (schon seltener) oder als Kumpel/Freunde/Spielgefährten wahrgenommen werden. Es werden keine permanenten Rudelstrukturen gebildet!
  • Der Rest der Zeit wird mit Ruhen und Schlafen verbracht. Wobei Rest der falsche Ausdruck ist, denn mit bis zu 18 Stunden (!) handelt es sich dabei eigentlich um den Löwenanteil des Tages.

Was also können wir für den Alltag mit unseren Hunden für Schlüsse ziehen?
  • viel Ruhe! Viel mehr Ruhe, als wir Menschen uns je gönnen würden. Und auch wirklich Ruhe in dem Sinne, dass der Hund Gelegenheit hat, sich an einen geeigneten Platz zurückzuziehen.
  • Spaziergänge (in den Augen des Hundes: Revierkontrollgänge) sollten weniger nach zurückgelegter Strecke als nach Gründlichkeit bemessen werden. Der Hund sollte Gelegenheit bekommen, sein Revier ausgiebig mit der Nase zu erkunden. Also besser nicht immer strammen Schrittes weiter, sondern sich mehr nach dem Hund richten, ganz besonders, wenn er angeleint ist. Nasenarbeit ist Kopfarbeit und sehr beanspruchend für den Hund.
  • Ein Hund muss keineswegs mit allen anderen Hunden zurechtkommen, ohne dass es mal ruppig wird. Andere Hunde sind in seinen Augen in erster Linie Konkurrenten. Hat man ein Exemplar, das dieses Thema ernster nimmt als andere, so sollte man sich nicht einreden lassen, dass es falsch wäre, den Kontakt zu anderen Hunden je nach eigenem Bauchgefühl auch mal nicht zuzulassen oder zu unterbinden. Der weit verbreitete Glaube, die Hunde würden das schon unter sich regeln, hat schon oft zu Tränen, Tierarztbesuchen und Gerichtsstreitigkeiten geführt. Wenn sie (die Hunde) es nämlich tatsächlich arttypisch, also mit den Zähnen, selber regeln, wird das blutige Ergebnis meist gerade von denen, die vorher so locker drauf waren, ganz und gar nicht akzeptiert.
  • Überbeschäftigen Sie Ihren Hund nicht! Agility, Mantrailing, Rettungshundearbeit, Flyball, Coursing, Frisbee usw. – das ist alles gut und recht, aber nur solange es nicht eher der Befriedigung des eigenen Ehrgeizes dient als dem Hund. Die Hunde an sich brauchen nicht so viel Action wie wir glauben oder auch glauben gemacht werden. Nehmen wir als Beispiel den berühmten Border Collie, der ja angeblich mehrere Stunden am Tag beschäftigt werden muss, damit er keinen gefährlichen Koller bekommt. Das soll daran liegen, dass er in seiner Heimatregion als hochspezialisierter Hütehund eingesetzt wird und den ganzen Tag vom Schäfer über eine Vielzahl von Pfeifsignalen entsprechend dirigiert wird. Es stimmt schon: Das ist geistige und körperliche Schwerstarbeit. Aber müssen wir das auch nur annähernd kopieren, um diesen Hund zufriedenzustellen? Was macht denn eigentlich ein Border Collie im Winter, wenn die Schafe unter Dach und Fach sind und nicht gehütet werden müssen? Na ja, als typischer Saisonarbeiter ist er in dieser Zeit arbeitslos. Da macht er es im Idealfall wie ein italienischer Straßenhund: Um die Häuser ziehen, was zu knabbern suchen, nach den Mädels oder Jungs sehen und ansonsten rumliegen oder schlafen. Bekommt er deswegen einen Koller? Nö! Einen Koller bekommt er mit viel höherer Wahrscheinlichkeit, wenn er mit bestimmten Tätigkeiten angefixt bzw. angeheizt wird. Dann hat er (wie auch beispielsweise viele Terrier) ganz klar das Zeug zum hyperaktiven Action-Junkie, der gar keine Ruhe mehr findet und schließlich mit psychischen Problemen zu kämpfen hat.
  • Übererziehen Sie Ihren Hund nicht! Es sind doch eigentlich ein paar ganz wenige Signale, Befehle, Kommandos, Anweisungen (suchen Sie sich aus, welcher Begriff Ihnen am besten gefällt), die der Hund unbedingt drauf haben sollte, damit er sicher und gesellschaftsfähig geführt werden kann. Wenn Sie ihn zwischendurch auch mal ableinen wollen, muss er auf Signal oder Zuruf zuverlässig zu Ihnen zurückkommen. Angeleint oder nicht sollte er in der Lage sein, sich nah bei Ihnen von Punkt A nach Punkt B zu bewegen. Er sollte sich auf Ihre Anweisung hinsetzen oder hinlegen und an dem gewählten Platz auch mal für eine gewisse Zeit bleiben können. Das war‘s eigentlich schon. Natürlich spricht gar nichts dagegen, dem Hund zum Vergnügen im Lauf der Zeit noch einiges mehr beizubringen, aber machen Sie keinen Stress draus.

Damit wir uns richtig verstehen:

Dies soll kein Plädoyer dafür sein, beiden Seiten, also Hund und Halter, Freude bereitende Aktivitäten wie Spiel, Sport, Wandern, Schwimmen oder was auch immer einzustellen. Wir sollten meiner Meinung nach nur immer wieder darüber nachdenken, ob wir eventuell unseren eigenen überhektischen Lebensstil und uns von anderen eingeredete und reichlich überzogene Erwartungshaltungen auf den Hund übertragen und ihn damit rettungslos überfordern. Deshalb: Locker bleiben und bloß keinen Stress!

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5 Jahre 10 Monate her #7525 von mannimanni
mannimanni antwortete auf Sammlung HUNDEWISSEN - allgemein
Danke Ina,B)
das ist ein klasse Beitrag und ich fasse mir auch an die eigene Nase.

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5 Jahre 9 Monate her #7620 von moro
moro antwortete auf Sammlung HUNDEWISSEN - allgemein
Nicht nur für den Urlaub wichtig:

Sicherheit für Mensch und Tier
Bei autofahrenden Hundehaltern läuft es oft so: Autotür auf, Hund rein, Autotür zu, los geht’s. Und dann an den etwas weiter entfernten See, zu den Eltern aufs Land oder auch gleich in den Urlaub. Den Hund sichern? Ach, wird schon nichts passieren.
Herrchen und Frauchen sollten sich vor der Fahrt ausgiebig über Sicherheitsmaßnahmen und Verhaltensregeln informieren. Damit können sie viele gefährliche Situationen bei der Autofahrt mit dem Hund von vornherein ausschließen.
Welche Sicherungssysteme gibt es? Was gibt es bei der Reise ins Ausland zu beachten? MOTOR-TALK (www.motor-talk.de/hund-im-auto) hat die wichtigsten Punkte zusammengestellt.

Hunde, die den Kopf glücklich aus dem Autofenster strecken, um sich den Wind um die Ohren wehen zu lassen. Ein schönes Bild, das mit Verkehrssicherheit nichts zu tun hat. Wer seinen Hund im Auto nicht sichert, macht sich strafbar. Ein ungesicherter Hund lenkt nicht nur den Fahrer ab, er kann bei einem starken Aufprall ungebremst durch die Gegend geschleudert werden. Dadurch riskiert man das Leben aller Mitfahrenden, egal ob auf zwei oder auf vier Beinen.
Hunde müssen nach dem § 23 der StVO ganz nüchtern wie Ladung behandelt werden:
„(1) Wer ein Fahrzeug führt, ist dafür verantwortlich, dass seine Sicht und das Gehör nicht durch die Besetzung, Tiere, die Ladung, Geräte oder den Zustand des Fahrzeugs beeinträchtigt werden. Wer
ein Fahrzeug führt, hat zudem dafür zu sorgen, dass das Fahrzeug, der Zug, das Gespann sowie die Ladung und die Besetzung vorschriftsmäßig sind und dass die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs durch die Ladung oder die Besetzung nicht leidet. […]“


Das hat einen guten Grund: Je höher die Geschwindigkeit und das Gewicht das Hundes, desto höher ist das Verletzungsrisiko für Mensch und Tier bei einem Unfall. Deshalb muss der Hund unbedingt so gesichert werden, dass er:
- den Fahrer nicht ablenkt,
- im Falle eines Unfalls keine Gefahr für Insassen darstellt,
- Helfer/Rettungspersonal nach einem Unfall nicht behindert,
- einen Zusammenstoß möglichst überlebt.
- Ein Verstoß gegen § 23 der StVO kann zu einem Bußgeld und Punkten führen.

Ist das Tier nicht ausreichend gesichert, werden 35 Euro Strafe fällig. Bei Gefährdung oder Sachbeschädigung drohen höhere Bußgelder und ein Punkt in Flensburg. Im Falle eines Unfalls kann die Versicherung wegen grober Fahrlässigkeitdes Fahrers einen Schadensersatz verweigern

Wo soll der Hund sitzen?

Auf der Rückbank, im Kofferraum oder sogar auf dem Beifahrersitz? Fakt ist: Für einen Hund ist es
nirgendwo im Auto 100-prozentig sicher. Über einige Dinge sind sich aber sowohl Hundebesitzer als auch Fahrzeugexperten einig: Der Beifahrersitz oder der Platz auf dem Schoß des Fahrers ist für Hunde tabu. Zu hoch ist die Gefahr, dass sich der Fahrer vom Vierbeiner ablenken lässt. Im Falle eines Unfalls könnte das Tier außerdem gegen oder sogar durch die Windschutzscheibe geschleudert werden, selbst wenn es mit einem Hundegurt oder einer Transportbox gesichert wurde. Auf der Rückbank, mit einem speziellen Gurt gesichert, kann sich ein Hund entspannt hinlegen. Allerdings versagen die meisten Hundegurte schon bei einer Aufprallgeschwindigkeit von 50 km/h, sodass der Hund gegen die vorderen Sitze schleudern und die Personen dort verletzen kann.
Der Fußraum zwischen Rückbank und Vordersitz eignet sich gut für die Platzierung einer kleinen bis mittelgroßen Hundebox. Dort steht sie sehr stabil. Außerdem haben Crashtests gezeigt, dass Tiere an dieser Stelle am besten vor Verletzungen geschützt werden.
Eine gern genutzte Option ist der Kofferraum. Dort kann eine Box quer hingestellt und befestigt werden. Viele Tierfreunde vertrauen auf einen fest im Kofferraum installierten Käfig oder ein Gitter hinter der Rückbank, das den Hund davon abhält, in den Fahrerraum zu springen. Im Kofferraum befindet sich der Hund jedoch auch in der hinteren Knautschzone, sodass ein Heckaufprall für ihn lebensgefährlich sein kann.

Ungesicherte Hunde werden bei einer Vollbremsung zum Geschoss. Bei 50 km/h hat ein 20 Kilogramm schwerer Hund, wie zum Beispiel ein großer Pudel, eine Aufprallwucht von bis zu einer halben Tonne. Deshalb gibt es spezielle Sicherungssysteme, die einen Hund im Falle eines Unfalls schützen sollen - und dabei mehr oder weniger verlässlich sind.
Wesentlich teurer, aber auch strapazierfähiger sind Hundegurte von Autoherstellern oder Firmen, die sich auf Tiersicherungssysteme spezialisiert haben. Sie bieten Hundeschutzgurte mit Geschirr in verschiedenen Größen für 100 bis 120 Euro an. Diese sind eher für mittelgroße bis große Hunde geeignet, die zwischen 15 und 50 Kilo wiegen. Der Spielraum der Leine sollte so gewählt werden, dass das Tier sich zwar hinlegen, aber nicht gegen einen der Vordersitze prallen kann.
Hunde-Sicherheitsgurte bestehen aus einem stabilen Band, ähnlich unserem Sicherheitsgurt. An einem Ende lässt sich der Gurt mit einem Karabinerhaken am Hundegeschirr befestigen, am anderen Ende passt er mithilfe eines Adapters in fast jedes Gurtschloss. Der Hundegurt ist längenverstellbar, sodass der Hund genug Spielraum zum Hinlegen hat.
Achtung: Den Hunde-Sicherheitsgurt niemals am Halsband festmachen! Der Hund kann sich damit erwürgen.

Worauf sollte man vor dem Kauf achten?
Nicht alle Gurte passen in alle Gurtschlösser oder sie lassen sich im ungünstigsten Fall nach dem Einrasten nicht mehr lösen. Vor dem Kauf also unbedingt recherchieren, ob der gewünschte Hundegurt mit dem eigenen Auto kompatibel ist!
Einen Hundegurt gibt es schon für unter 10 Euro. Bei der Qualität muss man dann jedoch Abstriche machen: Billig-Gurte sind für das Ruhighalten des Tieres auf dem Rücksitz zwar geeignet, halten aber keine Unfallsituation aus, weil zum Beispiel die Karabiner brechen oder der Gurt reißt.
Da das Tier an nur einem Punkt gehalten wird, kommt es zum Herumschleudern des Körpers innerhalb des Fahrzeuges. Auf Grund der hohen auftretenden Kräfte können dabei sowohl das
Tier als auch andere Mitfahrer verletzt werden. Außerdem sind die Kraftübertragungsflächen des Hundegeschirrs recht klein, sodass auch hier hohe Kraftübertragungen zu inneren Verletzungen führen können. Man sollte beim Kauf eines Hundegurtes auf die passende Größe und auf TÜV-Prüfzeichen wie z. B. das GS-Zeichen achten.
Die Transportbox ist allerdings für alle im Fahrzeug Mitfahrenden die deutlich sichere und angenehmere Transportart.

Worauf sollte man beim Kauf eines Hundegurtes achten?
Selbst angegurtet ist eine Transportbox aus Kunststoff auf der Rückbank oder dem Beifahrersitz nicht sicher. Bei einem harten Aufprall kann das Plastik am Gurt zersplittern. Am besten platziert man die Hundebox im Fußraum zwischen Vordersitz und Rückbank. Im Kofferraum sollte sie mit der langen Seite an der Rückbank stehen und eventuell mit Gurten oder Klettverschlüssen am Boden gesichert werden.
Es gibt auch faltbare Transportboxen aus Nylon. Diese sind zwar praktisch für unterwegs, der Sicherheitsfaktor ist allerdings relativ gering. Die Hundetransportbox aus Aluminium hat sich wegen des widerstandsfähigen Materials als besonders verkehrssicher herausgestellt. Als Einzel- oder Doppelbox wird sie in den Kofferraum gestellt. Im Falle eines Autounfalls ist der Hund dort vor dem Herumschleudern im Fahrzeuginneren geschützt.
Nach einem Unfall befinden sich Hunde in einer Stresssituation, in der sie zu einer Gefahr für Menschen und sich selbst werden können. In einer Hundetransportbox aus Alu sind sie sicher, weil diese nicht so schnell zerbricht wie eine Box aus Kunststoff. Bei Aluminium-Transportboxen sollte darauf geachtet werden, dass sie einfach zu reinigen sind, eine gute Belüftung haben und nichts klappert. Es gibt eine Vielzahl an Transportboxen in verschiedenen Formen und Größen zwischen 150 und 450 Euro.

Hundeschondecken haben keinen sichernden Effekt während der Reise, schützen aber den Autoinnenraum vor Tierhaaren und Schmutz. Man kann sie zwischen Vorder- und Rücksitzen befestigen, sodass der Hund in einer weichen Kuhle liegt.
Wichtig hierbei: Die Schutzdecke sollte Aussparungen für die Gurtschlösser haben, damit man das Tier zumindest mit einem Hundegurt sichern kann. Hundedecken gibt es auch für den Kofferraum, der dann aber mit einem Trenngitter vom Innenraum abgegrenzt sein sollte.

Ein Trenngitter teilt den Kofferraum vom Passagierraum ab, indem es dauerhaft zwischen Rückbank und Autodecke installiert wird. So können es sich größere Hunde hinten gemütlich machen, ohne den Fahrer zu behindern oder zu gefährden. Der Kofferraum kann dadurch auch für andere Dinge genutzt werden, wenn keine große Hundebox den Platz versperrt. Es besteht das Risiko, dass der Hund bei einem scharfen Bremsmanöver oder einem Auffahrunfall hart gegen das Gitter prallt.
Trotzdem ist es gerade für sehr große Hunde, denen Transportboxen zu eng sind, eine gute Alternative. Viele Autohersteller bieten passgenaue Trenngitter als Zubehör für ihre jeweiligen Modelle an. Hier muss man mit Preisen ab 200 Euro rechnen.

Gefunden bei www.motor-talk.de/hund-im-auto

Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren von Liebe. die wir hinterlassen, wenn wir gehen (A. Einstein)
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